Ja zum Energiegesetz am 28. November

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P.S., 1.10.2021

Der Sommer ist nun definitiv vorbei und es war kein schöner Sommer. Wir in der Schweiz und Deutschland mussten Regengüsse und Überschwemmungen erleiden, während in Kanada die Hitzerekorde um fast fünf Grad gebrochen wurden. Der gemessene Höchstwert in Kanada lag bei 49,6 Grad!

Eine ETH-Studie vom Juli 2021 zeigt auf, dass die seit vielen Jahrzenten gemessenen Wetterwerte in jüngster Zeit regelmässig überschritten und neue Rekordwerte aufgestellt werden. Im Sport mag dies toll sein, bei Kimaextremen wirkt es eher beängstigend. Zudem belegt die Studie, dass Hitzewellen, Stürme, Überschwemmungen und ähnliche Extremereignisse zunehmen werden.

In dasselbe Horn bläst der neue IPPC-Bericht. Die Hauptaussagen lauten:

  • Der Einfluss des Menschen auf die Erwärmung (Atmosphäre, Ozean und Landflache) ist eindeutig!
  • Das Ausmass der jüngsten Veränderung im gesamten Klimasystem ist seit vielen Jahrtausenden beispiellos!
  • Der vom Menschen verursachte Klimawandel wirkt sich bereits auf viele Wetter- und Klimaextreme in allen Regionen der Welt aus!
  • Die globale Erwärmung von 1,5-2 Grad wird noch im 21. Jahrhundert überschritten werden, wenn wir den CO2-Ausstoss und andere Treibhausgasemissionen nicht drastisch senken!

Die Alarmglocken müssen geläutet werden und der Fokus muss zurück auf die Klimawende. Die Berichte helfen uns, die akute Gefahr des Klimawandels zu sehen und liefern uns Argumente gegen unsere faktenresistenten MitbürgerInnen.

Damit wir den CO2-Ausstoss und andere Treibhausgase nachhaltig und rasch senken können, brauchen wir konkrete Lösungen von unseren politischen Entscheidungsträgerlnnen. Eine solche konkrete Lösung stelt das neue kantonale Energiegesetz dar, über das wir im November abstimmen. Ganz im Sinne von «think global act local» bewirkt eine Annahme des Energiegesetzes den Ersatz von 120000 Öl- und Gasheizungen durch nachhaltige Heizungssysteme im Kanton Zürich. Dies wäre ein Meilenstein, denn aktuell stammen im Kanton Zürich 40 Prozent des CO2-Ausstosses von den Gebäuden. Der Ersatz der Öl- und Gasheizungen wird den CO2-Ausstoss der Heizungen um bis zu 95 Prozent senken.

Die Wichtigkeit des neuen Gesetzes ist unbestritten, denn heute werden noch 50 Prozent der bestehenden Öl- und Gasheizungen durch neue Öl- und Gasheizungen ersetzt. Dies wird nach Annahme des Energiegesetzes nur noch in Ausnahmefallen möglich sein. Daher braucht es den politischen Druck der öffentlichen Hand und folglich auch das neue Energiegesetz, wenn wir zukünftig die Öl- und Gasheizungen aus unseren Wohnungen verbannen möchten.

Und was kommt nach dem Energiegesetz? Wir werden sehen. Nun gilt es zuerst, die Abstimmung im November deutlich zu gewinnen!

Simon Meyer, Co-Präsident Grüne Kanton Zürich