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P.S. 02.07.2021

Leserbrief zum Artikel «KLIMASPUREN – Schönes und Nützliches verbinden» im P.S. vom 25. Juni

Das breite Wissen weltweit und lokal im Bericht über die öffentliche Wanderung «Klimaspuren» bei 32 °C beeindruckt.

Ebenso die Temperaturdifferenzen je nach Ort von bis zu 10 °C. Dass da die Hoffnung auf die Funktion des Kaltluftsystems durch FaIlwinde und Luft-Bewegung im Pavé der Stadt aufkommt, erstaunt nicht.

Zwischen 2016 und 2019 erkämpfte der Verein Zukunft Hochschulquartier Zürich die Reduktion derBauhöhen um bis zu 30 Meter. Eine 650 Meter lange Wand von Hochhäusern, die auch das Stadtbild erheblich geschädigt hätte, wurde gezähmt. Damit konnte die Barrière gegen Fallwinde am Zürichberg beträchtlich reduziert werden.

Die Baupolitik der Stadt Zürich arbeitet immer noch mit dem Prinzip der punktuellen Hyperverdichtung. Daraus sind u.a. die klimaschädlichen Projekte Letzi, Thurgauerstrasse, Hardturm, Atmos, Baslerpark und viele mehr hervorgegangen. Besonders krass ist die «Zementierung» der Ränder in der 40 °C-Zone beidseits des Gleisfeldes. In der Bebauung «Letzi» werden diese Bedingungen kinderreichen Familien, die bis auf acht Geschosse gestapelt werden sollen, zugemutet. Was wir fordern müssen, ist eine Innenverdichtung mit Mass und Würde, die sich auch mit dem Stadtbild verträgt. Nimmt man den geforderten ParadigmenwechseI ernst, entstehen fast automatisch stark durchgrünte Nachbarschaften, die auf Häuser setzen, die sich auf gleicher Höhe halten wie die sie vor übermässiger Erwärmung schützenden Grossbäume.

Heinz Oeschger, Dipl. Architekt ETH