Nein zum CO2-Gesetz – SAC, was nun?

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UTO MAGAZIN 4/2021, SAC Sektion Uto

Text: Bernadette Bisculm, Sibyl Heissenbüttel

Die Schweizer Stimmberechtigten haben das neue CO2-Gesetz an der Abstimmung vom 13. Juni abgelehnt. Es beinhaltete die Strategie von Bundesrat und Parlament zur Senkung der CO2-Emissionen. Bis 2030 hätte der Treibhausgas-Ausstoss gegenüber dem Wert von 1990 halbiert werden sollen. Es hätte vor allem Verschärfungen im Gebäude- und im Mobilitätsbereich sowie die Schaffung eines Klimafonds beinhaltet. «Wir bedauern ausserordentlich, dass das Gesetz abgelehnt wurde», sagt Françoise Jaquet, Präsidentin des SAC-Zentralverbandes sorgenvoll.

Wie ist der SAC vom Klimawandel betroffen?

Als grösster Bergsportverband der Schweiz ist der SAC selber sehr stark vom Klimawandel betroffen. «Die Temperaturen steigen im Alpenland fast doppelt so stark an wie im weltweiten Durchschnitt: schmelzende Gletscher, vermehrte Steinschläge wegen des auftauenden Permafrosts, Routen, die künftig nicht mehr begehbar sein werden, instabiler Baugrund für SAC-Hütten, dies nur ein paar Beispiele», erklärt Jaquet.

Was unternimmt der SAC nun?

Der SAC-Zentralverband hatte an seiner Sitzung vom 6. April 2021 beschlossen, das CO2-Gesetz zu unterstützen, das wichtige Weichen für eine effektivere Klimapolitik setzt. Dank diesem Gesetz sollten Bergregionen besser gegen Gefahren der Klimaerwärmung geschützt werden, zum Beispiel mit Schutzeinrichtungen vor Erdrutschen, aber auch Bergtouren und die SAC-Hütten. Jaquet hält fest: «Der Zentralverband ist derzeit dabei, eine Klimastrategie zu erarbeiten und definiert Massnahmen, um seinen Anteil an Treibhausgasen weiterzusenken.»

Der SAC unternimmt bereits heute viel, um Bergsport so umweltverträglich wie möglich zu gestalten. Mit Sensibilisierungskampagnen, Projekten wie Schneetourenbus oder Bus Alpin fördert der SAC die Benutzung des ÖV und bei SAC-Hüttenrenovationen werden fossile Brennstoffe durch erneuerbare Energien ersetzt. Der SAC will das Bewusstsein für das Thema Klimawandel weiter fördern und selber mehr dafür machen.

Wir bleiben dran.